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Blog CategoriesIrische Weihnachtstraditionen, Die Sie In Festliche Stimmung Versetzen

In Irland dauert die Weihnachtszeit vom 8. Dezember bis zum 6. Januar, sodass genügend Zeit bleibt, um in festliche Stimmung zu kommen und diese in vollen Zügen zu genießen!
Es gibt einige einzigartige irische Festtagstraditionen, die sich über die Jahrhunderte bewährt haben. Während Weihnachten und die gesamte Weihnachtszeit heute vor allem von Shopping und Feiern geprägt sind, begingen unsere Vorfahren diese Zeit des Jahres viel bescheidener, zurückhaltender und sparsamer. Im Mittelpunkt standen die dunklen Winterabende, religiöse Bräuche und die Auszeit vom Arbeitsalltag. Es war eine wichtige Zeit, denn es war ein altes Mittwinterfest zur Wintersonnenwende.
Traditionell begann die Weihnachtszeit mit dem Beginn des Advents in der Kirche, wobei der 8. Dezember, das Fest der Unbefleckten Empfängnis, den religiösen Beginn der Saison markierte und das Ende am „Frauenweihnachten“ oder Nollaig na mBan – dem 6. Januar – stattfand.
Es beginnt mit einer Begrüßung
Es beginnt also mit einem Gruß. Wenn Sie eine irische Note einbringen möchten, können Sie so frohe Weihnachten wünschen:
- Frohe Weihnachten (für eine Person): Nollaig shona dhuit (null-ig hun-ah gwit)
- Frohe Weihnachten (für eine Gruppe): Nollaig shona daoibh (null-ig hun-ah yeev)
- Kleines Weihnachten / Frauenweihnachten: Nollaig na mBan (null-ig na mon)
Kerze im Fenster
Am Heiligabend stellen viele irische Haushalte eine Kerze oder ein Licht ins Fenster, um vorbeikommende Reisende symbolisch willkommen zu heißen.
Man nimmt an, dass diese Tradition im 16. Jahrhundert ihren Ursprung hat, als die Strafgesetze irischen Katholiken die Ausübung ihrer Religion verboten. Diejenigen, die ihren Glauben im Geheimen fortsetzten, stellten eine Kerze ins Fenster, um Priester willkommen zu heißen oder den Ort der Messe anzuzeigen. Jahre später, im Jahr 1828, als Daniel O’Connell als erster Katholik seit 1688 ins Parlament gewählt wurde, stellten Katholiken in ganz Irland Kerzen in ihre Fenster, um dies zu feiern. Präsidentin Mary Robinson belebte diese Tradition wieder, indem sie sie im Fenster von Áras an Uachtaráin, ihrer Residenz, als Symbol für Irlands Gastfreundschaft neu aufleben ließ.

Stechpalmenkränze an der Tür
Traditionell gab es in Irland keine Tannen, dafür aber viele andere immergrüne Pflanzen wie Stechpalme und Efeu, die zur Dekoration von Häusern, Hauseingängen und sogar Gräbern verwendet wurden. Es ist wenig bekannt, dass die Iren maßgeblich für die Stechpalmenkränze verantwortlich sind, die zu Weihnachten an den Türen hängen, obwohl den Deutschen die weltweite Verbreitung des Weihnachtsbaums zugeschrieben wird. Die Stechpalme hat ihren Ursprung in heidnischen Zeiten, als die Iren sie um ihre Häuser – insbesondere um Türen und Fenster – schmückten. Man glaubte, sie würde vor bösen Geistern schützen.
Frauenweihnachten
Es heißt, es bringe Unglück, die Weihnachtsdekoration vor dem Dreikönigstag am 6. Januar zu entfernen. Dieser Tag war traditionell ein christliches Fest, das den Besuch der Heiligen Drei Könige beim Jesuskind feierte. In Irland ist er ein gebotener Feiertag und im Volksmund als Dreikönigstag bekannt. Häufiger wird er jedoch als „Nollaig na mBan“ – Frauenweihnachten – bezeichnet, ein Tag, an dem Frauen sich ausruhen und gemeinsam feiern.

Ein Weihnachtsliedergottesdienst
Weihnachten bedeutet Musik, und im ganzen Land finden Weihnachtslieder-Gottesdienste statt – von professionellen Großproduktionen bis hin zu lokalen Kirchen, Schulen und Veranstaltungsorten. Eines der ältesten irischen Weihnachtslieder, das Wexford-Weihnachtslied, stammt aus der Grafschaft Wexford und lässt sich bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgen. Der genaue Autor ist unbekannt, da es mündlich über Generationen weitergegeben wurde. Diese wunderschöne und ergreifende Melodie erzählt die Geschichte der Geburt Christi und die Stille der Weihnachtsnacht. Im Laufe der Jahre hat das Wexford-Weihnachtslied seine irischen Ursprünge hinter sich gelassen, und es gibt viele wunderschöne Versionen davon, darunter eine von Alison Krauss in den USA mit dem Cellisten Yo-Yo Ma.
Irland ist reich an Traditionen, und zur Weihnachtszeit gewinnen diese eine noch größere Bedeutung als je zuvor.
